Der Hathor-Tempel in Dendera

Dendera liegt am westlichen Nilufer auf der Höhe der heutigen Stadt Qena, wo es einen Bahnhof auf der Strecke Kairo-Luxor gibt. Das wichtige Heiligtum von Dendera ist wenig besucht, dabei aber sehr eindrucksvoll.

Hathor, ursprünglich eine lokale Göttin, dargestellt mit Kuhhörnern und Sonnenscheibe, wurde in pharaonischer Zeit als Himmelsgöttin, Muttergottheit, Göttin der Liebe, des Friedens und der Schönheit verehrt. Hathor birgt den Re über Nacht in ihrem Schoß und gebärt ihn jeden Morgen aufs neue. Hathor bildete sich aus Tränen, die Re vergoß, als "schöne Frau, das Gold der Götter, Hathor die Große, Herrin von Dendera" (Wikipedia). In späterer Zeit gingen Aspekte der Hathor auf Isis über. - Wahrscheinlich geht man nicht fehl, wenn man Bezüge dieser Muttergottheit-Kultstätte zur nicht weit entfernten Kultstätte des sterblichen Vegetationsgottes Osiris in Abydos assoziiert.

Seit dem Alten Reich ist Dendera der wichtigste Kultort der Hathor. Der Tempel der Hathor geht in seinen Ursprüngen auf Cheops (4. Dynastie, ca. 2.600 v. Chr.) zurück, aber der heute sichtbare Bau entstammt der Zeit der späten Ptolemäer und der Römer. Weil der Tempel im Wüstensand verschüttet war, sind viele Fresken gut erhalten. Sorgfältige Restauration trägt zur Wirkung bei.

Von außen wie der Osiris-Tempel in Abydos wenig eindrucksvoll, überwältigt im Innern die 27,5 m hohe Säulenhalle (zu Neros Zeit vollendet) mit den freskierten Decken und den Säulen mit Hathor-Kapitellen. Nebenräume und Gänge sind mit feinen Reliefs überzogen. Einige der Darstellungen in Dendera gaben zu phantasievollen Spekulationen Anlass, seien es die Tierkreis-Darstellungen oder die sog. 'Glühbirnen'


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